EVENT
Community Talk
Samstag, 26.4.2025
17.00 - 21.00 Uhr
Jugendclub Skandal
Gryphiusstraße 29, 10245 Berlin
Am 26. April 2025 laden wir euch ein, um als Akteur*innen der Community, begleitet von Essen und Musik, zusammenzukommen und gemeinsam über weibliche Perspektiven und Ansichten innerhalb der HipHop-Tanzszene zu sprechen. Wir freuen uns sehr, an diesem Abend beispielhaft drei Frauen aus der Szene, ihre Werdegänge, Geschichten, Erfahrungen sowie Erfolge und Niederlagen kennenlernen zu dürfen und in einem interaktiven Format mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dabei möchten wir einen Raum öffnen, um sich in der Gruppe gegenseitig Fragen zu stellen, Kritik zu äußern und Zukunftsperspektiven für die Community selbst zu entwickeln.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, bestehende Strukturen umzudenken und die Tanzszene aktiv mitzugestalten.
Der Community Talk ist ein interaktives Format, bei dem wir gemeinsam (vegan/vegetarisch) essen.
- Die Teilnahme am Community Talk ist kostenfrei
- Die Teilnahme ist nur nach voriger Anmeldung möglich
- Die Plätze sind begrenzt
- Die Location ist barrierfrei. Teilt uns gerne euren Access Bedarf mit.
- Bitte beachtet unseren Code of Conduct!
Gästinnen

BLACK PEARL (she/her) *1994 in Mogi das Cruzes, Brasilien – ist bekannt für ihre Arbeit als Tänzerin, Choreografin, Lehrerin, Filmemacherin und Model. Ihr Weg begann mit Capoeira-, Hip-Hop- und Schauspielunterricht und führte 2010 zu einem Stipendium der Birgit-Keil-Stiftung. Nach ihrem Abschluss an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim arbeitete sie mit renommierten Kompanien wie der Gauthier Dance Company und Richard Siegal/Ballet of Difference zusammen und tanzte in Werken von Ohad Naharin und Hofesh Shechter. Im Jahr 2015 debütierte sie ihre choreografische Arbeit “Ego”, entwickelte sich 2021 im Iconic House of Saint Laurent als “007” weiter und trat 2022 dem Queer BIPOC Kollektiv House of Brownies bei. Im Jahr 2024 wurde ihr erster Kurzfilm PEARL uraufgeführt, welcher für das Berlin Commercial New Generation Award erhielt. Ihre Kunst stellt koloniale Narrative in Frage und setzt sich für die Sichtbarkeit von Transidentitäten ein. Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören “Just Love” mit dem House of Brownies und “Fem(in)me” für das Attitudes Hip Hop Project Europe.

KUPRA (she/her), eine in Deutschland lebende Belarussin, tanzt seit 21 Jahren, wobei HipHop, House, Locking und Popping ihre Hauptstile sind. Während dieser Zeit ist sie ständig in verschiedenen Rollen in der HipHop-Szene aktiv gewesen: als Tänzerin, Performerin, Lehrerin, Choreografin, Eventorganisatorin und Moderatorin. Seit 2016 erkundet sie das breite Potenzial des urbanen Tanzes für Theaterprojekte und arbeitete seither u.a. mit dem Theater Münster, dem Stadttheater Gießen, dem Museum Folkwang in Essen, dem Internationalen Karlspreis zu Aachen und Theater für Niedersachsen. In ihren künstlerischen Arbeiten setzt sich Kupra neben universellen, ewigen Themen oft auch mit politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinander. Darüber hinaus arbeitet Kupra als Wissenschaftlerin und promoviert in Biophysik am Forschungszentrum Jülich und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

RAHA NEJAD (she/her) entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für HipHop, Waacking, Latin und JazzFunk und entschied sich im Alter von 16 Jahren als professionelle Tänzerin und Choreografin zu arbeiten. Sie teilte die Bühne mit Künstler*innen wie Katy Perry, P!nk, Keri Hilson und tourte im Vorprogramm von Beyoncé durch Europa. Sie arbeitete mit Sean Cheesman, dem Choreographen und Tänzer von Michael Jackson, für eine kanadische Fernsehshow zusammen. Neben Battles ist sie auch im Theater aktiv, wie z.B. in den Produktionen „In your play“ (mit choreographischer Entwicklung von Christoph Winkler) oder ihrem Solo „PERSIAN Hair“. Seit mehreren Jahren arbeitet sie für die Tanzschule Flying Steps Academy in Berlin und zuletzt war sie als Performerin und Assistentin für Red Bull “Dance your Style” und mit Badmozjay auf Tour.
Moderation

ANA LUCÃO (she/her) ist eine Spoken Word Poetin, Tänzerin, Referentin und Pädagogin. Sie wohnt in Potsdam und hat dort „Sprachpädagogik und erzählende Künste in sozialer Arbeit” studiert. In ihre Arbeit als Einzelfall- und Familienhelferin fließen in ihre Leidenschaften immer mit ein. In den letzten Jahren hat sie auf verschiedenen Bühnen, in verschiedenen Ländern performt, in diversen Tanzprojekten mitgewirkt und einen Textbeitrag in “Sisters and Souls 2″, herausgegeben von Natasha A. Kelly, geleistet.
Musik

Geprägt von der Energie Berlins, wo sie aufgewachsen ist, ist MARISA aka FEMDELIC (she/her) eine DJane mit einer tiefen Liebe für Boogie-Funk und Disco und legt seit 2005 Vinyl auf. Mit einem kongolesischen Vater und einer deutschen Mutter war Musik immer in ihrem Leben präsent, und ihr Erbe hat ihr musikalisches Gehör entscheidend geformt. Als ehemaliges B-Girl mit einem Hintergrund in der Popping- und Breaking-Kultur war Bewegung ihre erste Sprache – bis die Musik sie komplett übernahm. Ihre Reise führte sie in viele europäische Länder, nach Kalifornien, Kasachstan und Südafrika. Seit letztem Jahr ist sie Gastgeberin einer monatlichen Radioshow auf Refuge Worldwide, in der sie andere Genres erforscht und Gäste einlädt, ihre musikalischen Perspektiven zu teilen.
Das Projekt wird gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung
Foto Credits: Ana Lucao: Dominika Diandini