
Über das Programm
Move Impact Lab umfasst ein Tanz-Austauschprogramm und eine Tanzproduktion für junge Tänzer*innen (17-28 Jahre) aus Griechenland, Deutschland, Rumänien und Malawi. Das Projekt thematisiert nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz. Ziel ist es, junge Tänzer*innen professionell und künstlerisch zu fördern und sie mit gesellschaftlich relevanten Themen vertraut zu machen.
Das Projekt stärkt den internationalen kulturellen Dialog durch den Austausch verschiedener Tanzstile und ermöglicht eine künstlerische Auseinandersetzung mit Umweltschutz.
Die Teilnehmenden erarbeiten mit einem Team aus vier (Co-)Choreographinnen aus vier Ländern gemeinsam ein Tanzstück und entwickeln Vermittlungsformate, die sie mit Kindern und Jugendlichen durchführen. Die Aufführungen finden im Tak Theater Aufbau Kreuzberg in Berlin statt. Inhaltlich stehen Themen rund um Wasser – z. B. Wassermangel, Überschwemmungen, Trinkwasserknappheit und Migration – im Fokus. Durch Workshops, Coaching und künstlerische Methoden werden Wissen und künstlerische Praxis vermittelt. Neben den Bühnenaufführungen wird das Projekt durch eine Videoproduktion und Lernmaterial dokumentiert, um eine nachhaltige Nutzung zu ermöglichen.
Timings
- Phase 1 // 01. Januar bis 01. Mai 2025
Planung, Koordination, Akquise der Teilnehmenden - Phase 2 // 28. Mai bis 13. Juli 2025
Online-Mentoring: Online-Workshops, Proben mit Tänzer*innen, Proben in den jeweiligen Ländern - Phase 3 // 14. Juli bis 23. Juli 2025
Griechenland: Zehntägige Probenphase in Griechenland, Workshops in Schulen und mit marginalisierten Gruppen - Phase 4 // 1. September bis 27. September 2025
Online-Mentoring: Online-Workshops, Proben mit Tänzer*innen, Proben in den jeweiligen Ländern - Phase 5 // 28. September bis 13. Oktober 2025
Deutschland: Zehntägige Probenphase in Berlin, Workshops für Schulen und Gruppen, Proben und Premiere, drei Aufführungen (10.–12. Oktober) - Phase 6 // Oktober – Dezember 2025
Dokumentation/Evaluation: Abschluss der Video-/Fotodokumentation, Erstellung von Lehrmaterial, Evaluation mit Partnern und TeilnehmendenBewerbungsschluss für Tänzer*innen: 01.05.2025.
Finanziert von

Die Realisierung dieses Projektes wird ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Beteiligte Personen

Künstlerische Leitung

Projektleitung
Foto Credits: Bahar Meriç: Mayra Wallraf I Julian Karnetzky: Marga van den Meydenberg I Titel: Kameron Lambert

Bahar Meriç
Projektleitung
Bahar Meriç
ist Choreographin und Projektinitiatorin. Sie arbeitet projektbezogen und interdisziplinär mit Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Laien in den Bereichen Tanz, Theater, Performance und community dance und entwickelt künstlerisch-edukative Formate und Programme. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in den Themenfeldern Identität und Diversität und in der Forschung wie diese Themen sich im Körper verorten.

Laura Kassé
Projektassistenz
Laura Kassé
Laura Kassé erhielt ihre Abschlüsse 2011 in Kultur- und Sozialanthropologie (B.A.) und 2014 in Soziale Arbeit (B.A.). Nachdem sie einige Zeit als Sozialarbeiterin tätig war, arbeitet sie heute als freischaffende Tänzerin und Choreografin. Sie nutzt hauptsächlich Techniken aus der HipHop-Kultur, um sich tänzerisch auszudrücken. U.a. entwickelte sie das Solo "Cord" sowie gemeinsam mit Lisa Ennaoui das Duett "uterus affairs", bei denen sie sich mit den Themen Mutterschaft, gesellschaftliche Frauenbilder und Empowerment auseinandersetzte. Sie ist Gründungsmitglied des Kollektivs Walashé, welches sich für die Positionierung von Frauen in den männerdominierten Strukturen des HipHop einsetzt und themenbezogene Projekte, Sessions und Events verwirklicht.

Silke Ballath
Wissenschaftliche Begleitung
Silke Ballath
Silke Ballath hat ein Doppeldiplom in Kulturwissenschaften/ ästhetische Praxis (Universität Hildesheim), sowie Médiation Culturelle de l'art (Université Aix-Marseille) absolviert. Sie ist im Feld kritischen Kunstvermittlung tätig und ist Teil des Künstler*innenkollektivs sideviews. Im Kontext institutioneller Settings wie z.B. documenta 12, Kunstverein Wolfsburg, Kulturagenten für kreative Schulen, kontextschule u.a. interessiert sie die Entwicklung einer künstlerisch-edukativen Praxis. Sie beschäftigt der wissenschaftliche Diskurs sowie das Praxisfeld um/mit einer kritischen Kunstvermittlung und das Verhältnis zwischen theoretischen-praktischen Wissensformen.

Laura Cadio
Ernährungsberatung
Laura Cadio
ist Kulturvermittlerin und -managerin. Menschen sowie Themen zu verbinden und in unterschiedlichen Formaten sichtbar zu machen, ist ihr ein Anliegen. Neben der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten, Veranstaltungen und künstlerisch-edukativen Vermittlungsprogrammen, begleitet sie Organisations- entwicklungsprozesse. Zugänge zu Kunst, Kultur und Bildung zu schaffen ist ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit.

Kadir [Amigo] Memiş
Künstler*in
Kadir [Amigo] Memiş
bezeichnet sich selbst als Stadtnomade, als wandernder Sammler von Gesten, Gerüchen, Farben und Klängen, als Maler von Tusche- und Acrylimprovisationen der Lichter und Schatten der Stadt. Er ist ein urbaner Choreograph und Kalligraph; ein Schriftsteller der Bewegung, der aus seinen Kindheitserinnerungen schöpft, als er Hirte auf einem kleinen türkischen Bauernhof war, bevor er als Fünfzehnjähriger in die Stadt West-Berlin verpflanzt wurde, ohne die Sprache zu sprechen oder die Kultur zu verstehen. // Foto: Nika Kramer

Saskia Klepsch
Künstler*in
Saskia Klepsch
Saskia Klepsch ist Klassische Tänzerin und Tanzpädagogin mit über 20 Jahren Erfahrung in der Tanz- und Tanzpädagogikausbildung von Menschen jeden Alters. Ihr individueller und zeitgemäßer Ansatz, berücksichtigt die körperlichen Fähigkeiten und Ziele ihrer Schüler*innen und spricht angehende Tänzer*innen, aber auch Personen ohne Vorkenntnisse an. Neben dieser Tätigkeit ist sie als Systemische Personal und Business Coach tätig und bringt dies in ihre Arbeit ein. Als Dozentin unterrichtet sie an den Dock11 Studios und seit 2011 für Seneca Intensiv.

Florian Bilbao
Künstler*in
Florian Bilbao
Mit Mercedes Appugliese gründete er im Januar 2012 die Kompanie „A+B TANZBAU“. Sein Stück "Fliegen & Fallen" für Zuschauer ab 2 (Theater O.N Berlin) wurde in Europa 80 Mal gezeigt. Zwischen 2014 und 2016 war er in der Inszenierung „Never Forever“ in der Schaubühne zu sehen. Seit Januar 2020 ist er Koordinator für die « Offensive Tanz für junges Publikum» im Theater Strahl Berlin. Seit 2022 ist er künstlerischer Leiter des Projekts „junger Campus“ von TanzZeit.

Jones Seitz
Künstler*in
Jones Seitz
Bis 2012 studierte Jones Seitz Angewandte Theaterwissenschaft an der Uni Gießen und arbeitet seither als Licht- und Videodesigner*in an eigenen Projekten, sowie in Kollaborationen, wie u.a. Simone Dede Ayivi und ddanddarakim. Bis 2020 war Jones Mitglied der freien Gruppe LUKAS UND. 2018 gründete Jones gemeinsam mit Rosa Wernecke das FLINTA- Netzwerk Gefährliche Arbeit e.V.

Lisa Hellmich
Künstler*in
Lisa Hellmich
arbeitet als freischaffende Tänzerin und Choreografin in Köln. Sie hat 2019 ihren Bachelor in "Zeitgenössischem Tanz" und 2022 ihren Master in "Tanzkomposition" an der Folkwang Universität der Künste abgeschlossen. Seit 2021 arbeitet sie an Solostücken, z.B. "mesh- me" in der Kunsthalle Düsseldorf oder „unapologetic synthetic“ bei "Now & Next" im tanzhaus NRW.

Frieder Miller
Künstler*in
Frieder
Bis 2014 studierte Frieder zeitgenössische Puppenspielkunst an der Ernst Busch in Berlin. Seit dem Ende ihres Studiums realisierte sie zusammen mit ihrem Kollektiv manufaktor mehrere freie Theaterarbeiten. Frieder betreute diverse Theaterarbeiten lichttechnisch. Sie ist Teil des queer-feministischen Netzwerks Gefährliche Arbeit und wurde für das Fellowship-Programm der Akademie für Digitalität und Theater Dortmund 2022 ausgewählt.

Bassam Ghazi
Künstler*in
Bassam Ghazi
Bassam Ghazi ist Regisseur und Künstlerischer Leiter vom Stadt:Kollektiv, der partizipativen Sparte am Düsseldorfer Schauspielhaus. Er pendelt zwischen den Kulturen und Perspektiven und betreibt Handel mit Geschichte und Geschichten: biografisch, postmigrantisch, divers, inkludiert und desintegriert. // Foto: Thomas Rabsch

Stella Konstantinou
Künstler*in
Stella Konstantinou
Stella Konstantinou ist Dramaturgin und Theatermacherin. Seit 2018 ist sie zuständig für das Programm „HAU to connect“, die Kunstvermittlung am HAU Hebbel am Ufer. In ihrer Arbeit spielen kritische Diversität, urbane Praxis und Barrieren-abbauende Taktiken eine wichtige Rolle. Als Freischaffende arbeitete sie u.A. mit P14 an der Volksbühne, Sebastian Mauksch und der Gruppe ex defekt.

Marouf Alhassan
Künstler*in
Marouf Alhassan
Absolvierte 2021 im B.A. Tanz am IZT der Folkwang Universität der Künste. Seit 2020 ist er Darsteller in Produktionen der Kinder & Jugendtheatergruppe pulk fiktion, darunter „Hieronymus“ & „Robin und die Hoods“, welche jeweils mit dem Kölner Kinder- & Jugendtheaterpreis ausgezeichnet wurden. Marouf engagierte sich 2022 als Choreographische Leitung für den Jugendclub „Renn!“ des Stadt:Kollektiv am D’Haus Junges Schauspiel (Premiere: 22.01.23), und wird auch im darauffolgenden Club wieder involviert sein. Derzeit ist er ebenfalls als Projektleiter für die „Performanceklasse“ 22/23 an der Joseph-Beuys Gesamtschule in Kooperation mit dem FFT Düsseldorf tätig.